Jahresberichte 

Jahresbericht Hegeobmann 2016.pdf 74 KB
Jahresbericht Hegeobmann 2017.pdf 854 KB
Jahresbericht Hegeobmann 2018.pdf 832 KB
Jahresbericht Hegeobmann 2019.pdf 640 KB
Jahresbericht Hegeobmann 2020.pdf 530 KB
Jahresbericht Hegeobmann 2021.pdf 395 KB
Jahresbericht Hegeobmann 2022.pdf 421 KB

Bericht Rehkitzrettung 2019 Hegeteam Wald

Anzahl gefundene Kitze: 36 Kitze
Abgeflogene Felder: 89 Felder
Abgeflogene Fläche: 160 Hektaren
Geleistete Hegestunden: 177 Stunden

Folgende Personen haben sich an der Rehkitzrettung 2019 des Hegeteams Wald BE beteiligt: Dominique Rolli, Andreas Rolli, Natanael Guggisberg, Hansjörg Streit, Sven Dörig, Peter Diggelmann, Jürg Tschirren, Marianne Tschirren, Mirjam Tschirren, Anja Tschirren, Rita Stauffer.

14. bis 22. Mai
Die ersten Felder zur Siloernte wurden gemäht. Am 14. Mai am frühen Morgen bei Anbruch der Dämmerung, starteten wir unsere Drohne das erste Mal für die aktive Rehkitzsuche. Eine kräftige Bise erschwerte uns den Einstieg in die Rehkitzrettung mit Drohne. Selbst der erfahrene Pilot Mänu Kipfer musste eingestehen, dass die Verhältnisse nicht optimal waren, um Kitze aufzuspüren. Als wir dann den ersten Hasen fanden, der bei der Ankunft des Retters selbstverständlich das Feld selber fluchtartig verliess, wussten wir, dass wir nicht alles falsch machten. Vorher steuerten wir aber diverse Erdhaufen an. In dieser ersten Schönwetterperiode fanden wir kein Kitz, es wurde uns aber auch keine vermähten Kitze gemeldet.

29. Mai bis 02. Juni
Über die Auffahrt ging es dann in der Gemeinde Wald richtig los mit der Heuernte. Die ersten Kitze wurden gefunden und konnten aus den Feldern getragen und mit einem Harass bis nach der Mahd gesichert werden. Wir fanden total 16 Kitze und es wurde uns auf den abgesuchten Flächen keine vermähten Kitze gemeldet. Nach dieser sehr intensiven Periode mit wenig Schlaf zwischen den Abend- und Morgeneinsätzen wussten wir genau, wie ein Kitz auf dem Wärmebild aussieht. Erdhaufen oder sonstige Objekte wurden praktisch keine mehr angesteuert.

16. und 17. Juni
Die Heuernte ging nach einem längeren Unterbruch weiter. Zum Teil wurde bereits das Ökoheu gemäht. Diese Flächen befinden sich oft an den Waldrändern und werden von den Rehgeissen als «sichere» Verstecke für ihre Kitze bevorzugt. Da nur ein kurzes Schönwetterfenster bevorstand, waren auch diese zwei Tage sehr intensiv. Am Sonntag, 16. Juni ging es um 05.00 Uhr los. Zu viert waren wir bis am 11.00 Uhr unterwegs. Am Abend ging es um 19.00 weiter, bis um 22.00 Uhr die Dämmerung so weit fortgeschritten war, dass die Suche unterbrochen werden musste. Am Montagmorgen trafen wir uns bereits um 04.30 Uhr um die Suche bis um 08.30 fortzusetzen. Wir konnten alle gemeldeten Felder absuchen und fanden 14 Kitze. Wir konnten aber kein Kitz mehr aus dem Feld tragen und vor der Mahd mit dem Harass sichern. Alle Kitze flohen bei der Ankunft des Retters aus dem Feld. Dieser Umstand wurde leider einem Kitz zum Verhängnis. Am Sonntagmorgen suchten wir ein Feld ab, in dem wir mit der Drohne 4 Kitze fanden, ein weiteres Kitz verliess das Feld mit der Geiss bereits vor dem Drohnenflug. Wir konnten alle Kitze aus dem Feld in den Wald jagen. Das Feld wurde dann von uns verwittert (mit einem stinkenden Spray, welcher speziell für die Rehkitzrettung entwickelt wurde, um der Rehgeiss eine Gefahr zu signalisieren), damit die Kitze nicht wieder in diesem Feld Deckung suchten. Aus verschiedenen und verständlichen Gründen konnte das Feld nicht zeitnah nach der Absuche gemäht werden. Trotz der Verwitterungsmassnahme kehrten die Geissen mit ihren Kitzen wieder ins Feld zurück. Bis auf ein Kitz, flüchteten alle vor der Mähmaschine. Dieses vermähte Kitz tat uns sehr leid, auch weil wir an diesem Wochenende so viel Zeit in die Rehkitzrettung investiert hatten. Ein kleiner Trost für uns war, dass wir alles Mögliche unternommen hatten um das Kitz vor dem Mähtod zu bewahren. Die Drohnentechnik mit Wärmebildkamera hat einwandfrei funktioniert und wir Retter haben auf dem Wärmebild kein Kitz übersehen.

23. bis 27. Juni
Zu Beginn der Hitzeperiode wurden in unserem Hegekreis die restlichen Felder, mit wenigen Ausnahmen, gemäht. Am Sonntagabend, 23. Juni fanden wir trotz schon recht warmen Temperaturen 5 Kitze. Wir konnten diese aus dem Feld jagen
und der Landwirt mähte sogleich einen Teil des Feldes. Am Montagabend suchten wir die stehengebliebene Fläche noch einmal ab, damit der Rest der Parzelle gefahrlos gemäht werden konnte. Wir fanden einen Fuchs und einen Hasen, aber keine Kitze mehr. Am 27. Juni suchten wir am frühen Morgen um 05.00 Uhr bei Temperaturen von bereits über 20 Grad das letzte Feld ab. Wir fanden ein Kitz, welches wir mit einem Harass bis nach dem Mähen sichern konnten.

Schlussfazit
Die Erwartungen von uns an das neue System zur Rehkitzrettung mit der Drohne wurden bei weitem übertroffen. Wir hatten keinen einzigen Ausfall des Systems und konnten die Drohne immer einsetzen. Die Meldungen der Landwirte waren sehr gut. Die Einsätze konnten so optimal geplant werden. Sehr vieles lief auch von unserer Seite aus sehr gut, einige kleine Dinge wie zum Beispiel die Einsatzplanung, können auf die nächste Saison verbessert und angepasst werden. Unter dem Strich sind wir aber sehr zufrieden mit der abgelaufenen Rehkitzrettungssaison. Zum Schluss ein riesiges Dankeschön an unsere Sponsoren und Spender. Ohne diese grosszügigen Beiträge hätten wir das Projekt Rehkitzrettung mit der Drohne nie umsetzen können. Merci viu Mau!

Rückblick Rehkitzrettung 2018

• 28 vermähte Rehkitze (2017: 20)
• 109 gerettete Rehkitze (2017: 79)
• 850 Mannstunden aufgewendet (2017: 838)
• 79 eingesetzte Personen (Jäger, Jungjäger und 20 Nichtjäger) (2017: 74)

Drohnen kommen bei der Kitzrettung zunehmend zum Einsatz. So werden auch mehr Kitze als „gerettet“ registriert. Leider nahmen letzte Saison auch die vermähten Kitze zu. Das war im ganzen Kantonsgebiet so (insgesamt 383 Kitze vermäht, 91 mehr als 2017), obwohl im Kanton Bern 1'358 Stunden mehr für Kitzrettung aufgewendet wurden als 2017. Der Erfolg bei der traditionellen Kitzrettung ist auch stark von der Witterung während der  Mähperioden abhängig. Auch diesbezüglich können Drohnen helfen.
Unser Verein leistete 2018 insgesamt 1'272 Hegestunden, den grössten Anteil davon nimmt seit Jahren die Rehkitzrettung ein. Im ganzen Kanton wurden 2018 24'270 Hegestunden geleistet, 12'169 davon für
Rehkitzrettung. Bei der Kitzrettung wird jedes Jahr sehr viel gute Arbeit geleistet. Vielen Dank!

Hegeanlass Gibelegg 2015

Mitte April organisierte unser Hegeobmann Urs Hofer in Zusammenarbeit mit Förster Peter Lüthi in der Gibelegg einen Hegeanlass. Um acht Uhr versammelten sich die Helfer beim Geisshus in der Rüti. Arbeitsgruppen wurden eingeteilt und Geräte für die anstehenden Hegearbeiten verteilt. Danach fuhren die Gruppen zu den verschiedenen Einsatzorten. Bei prächtigem Wetter pflanzten unsere Vereinsmitglieder über 100 Jungbäume, schützten frisch gesetzte Lärchen vor Verbissschäden durch Schalenwild und legten eine Freihaltefläche an. Nach getaner Arbeit wurden die Heger beim Waldhaus mit Fleischplatten und Ruchbrot verwöhnt. Der Vorstand schaut auf einen gelungenen Anlass mit motivierten Helfern zurück, von welchem die Jungjäger für ihre einjährige Jagdausbildung stark profitieren konnten.